Trockene Silage: Was sind die Folgen und wie gehen Sie damit um?

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Von Silage Safe · aktualisiert am 5. November 2026 · 3 Min. Lesezeit
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Kurze Antwort

Trockene Silage lässt sich schlecht verdichten, also bleibt mehr Luft im Silo. Über 50 % Trockenmasse nennt Eurofins Agro eine Silage zu trocken. Die Ansäuerung kommt dann später in Gang, und das Risiko für Nacherwärmung ist größer. Lassen Sie das Material häckseln, decken Sie schnell und luftdicht ab und erhöhen Sie Ihren Vorschub.

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50 %

Trockenmasse: über dieser Grenze ist eine Silage zu trocken und schwer zu verdichten

Eurofins Agro
35-45 %

Trockenmasse: das ideale Material zum Verdichten

Groeikracht, VeeteeltGRAS März 2025

Trockene Silage erwärmt sich schneller nach, und Ihre Kühe fressen oft weniger davon. Auch der Futterwert fällt wahrscheinlich niedriger aus. Mit ein paar Maßnahmen beim Einsilieren und bei der Entnahme holen Sie trotzdem so gutes Futter wie möglich heraus.

Wann ist Silage zu trocken?

Eurofins Agro nennt eine Silage mit mehr als 50 % Trockenmasse zu trocken: Sie lässt sich schwer verdichten. Das ideale Material zum Verdichten enthält zwischen 35 und 45 % Trockenmasse, so eine Infografik von Groeikracht. Sind Sie nicht sicher, lassen Sie eine Silageanalyse machen.

Warum ist trockene Silage ein Problem?

Trockenes Material lässt sich weniger gut verdichten, die Silage ist also weniger fest. Es bleibt mehr Sauerstoff im Futter. Dadurch dauert es länger, bis die Ansäuerung in Gang kommt.

Ist die Pflanze auch stängelig, enthält sie wahrscheinlich weniger Zucker. Durch die holzigere Struktur kommen die Bakterien außerdem schlechter heran. Auch das verzögert die Ansäuerung. Wie die Ansäuerung funktioniert und welcher pH-Wert zu Ihrer Trockenmasse passt, lesen Sie unter Ansäuerung und pH-Wert der Silage.

Warum erwärmt sich trockene Silage schneller?

Trockene Silage ist lockerer, es steckt also mehr Luft darin. Nach dem Öffnen dringt der Sauerstoff von der Anschnittfläche aus auch weiter ein. Hefen werden dann schneller aktiv. Außerdem bildet trockene Silage weniger Säuren, und auch das macht sie anfälliger für Nacherwärmung (Eurofins Agro). Was Sie gegen Nacherwärmung tun, finden Sie bei Nacherwärmung vermeiden.

Wie gehen Sie mit trockener Silage um? 4 Tipps

  1. Lassen Sie häckseln. Material mit weniger Struktur ist gleichmäßiger und lässt sich leichter verdichten. Bakterien können den Zucker dann auch leichter in Säuren umwandeln. Silieren Sie die trockensten oder stängeligsten Partien zuerst ein: Unten drückt der Rest der Silage sie an. Weitere Tipps: Silage walzen und verdichten.
  2. Decken Sie schnell ab. Haben Sie die letzte Lage gewalzt, decken Sie so schnell wie möglich ab. So verhindern Sie, dass sich das Material zusätzlich erwärmt, und die Ansäuerung kommt so schnell wie möglich in Gang.
  3. Sorgen Sie für eine luftdichte Abdeckung. Kontrollieren Sie auch nach dem Abdecken regelmäßig, ob es Löcher oder Risse in der Folie gibt, zum Beispiel durch Schädlinge. Wie Silage Safe das Silo straff und luftdicht hält, sehen Sie in den Produktinformationen.
  4. Erhöhen Sie Ihren Vorschub. In einer weniger gut verdichteten Silage dringt der Sauerstoff von der Anschnittfläche aus tiefer ein. Füttern Sie schneller, hat die Nacherwärmung weniger Zeit. Wie Sie Ihren Vorschub berechnen, lesen Sie unter Vorschub im Fahrsilo.

Trockenheit beginnt oft schon auf dem Feld. Was Sie dann tun können, lesen Sie unter Trockenheit auf dem Grünland.

Aus der Praxis
“Das hat den großen Vorteil, dass das Eiweiß im Gras viel besser erhalten bleibt.”
Jarne Schuiling, Vries (Niederlande) · Bericht lesen

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Häufige Fragen

Wie erkennen Sie eine zu trockene Silage?

Das Futter fühlt sich locker und stängelig an und federt zurück, wenn Sie darauf drücken. Sicherheit bekommen Sie mit einer Silageanalyse, die den Trockenmassegehalt misst.

Was ist der beste Trockenmassegehalt zum Einsilieren?

Laut Groeikracht lässt sich Material mit 35 bis 45 % Trockenmasse am besten verdichten. Über 50 % nennt Eurofins Agro eine Silage zu trocken. Achtung: Bei einer trockeneren Grassilage darf der pH-Wert höher sein. Bei 35 % Trockenmasse ist ein pH-Wert bis etwa 4,6 noch gut, bei 45 % bis etwa 5,0 und bei 50 % bis etwa 5,2 (WUR, Handboek Melkveehouderij).

Hilft ein Siliermittel bei trockenem Gras?

Laut Eurofins Agro nicht immer. Ist das Material zu trocken, gelingt auch mit einem Siliermittel kein guter pH-Wert.

Quellen
  1. Eurofins Agro, leaflet Conserveringsindex (abgerufen am 4. November 2026)
  2. Eurofins Agro, leaflet Broeigevoeligheid (abgerufen am 4. November 2026)
  3. Groeikracht, infographic Graskuil aanrijden (VeeteeltGRAS, maart 2025) (abgerufen am 4. November 2026)
  4. Wageningen Livestock Research, Handboek Melkveehouderij 2020/21, hoofdstuk 5 Voederwinning (Abbildung 5.2, pH-Wert je Trockenmasse) (abgerufen am 4. November 2026)

Aktualisiert am 5. November 2026.

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